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Kein Fahrtenbuch für die Dauer von 9 Monaten bei einem nur geringfügigen Verkehrsverstoß
Mit dieser Entscheidung gab das Oberverwaltungsgericht (OVG) Niedersachsen einem Autofahrer recht, der sich gegen eine entsprechende Anordnung vor Gericht zur Wehr gesetzt hatte. Den Richtern reichte hierbei der pauschale Verweis der Behörde auf eine übliche Verwaltungspraxis nicht aus.
Zwar sei der Behörde zuzugestehen, dass eine schematische Behandlung der Vorfälle anhand der Schwere des Verstoßes grundsätzlich zulässig sei. Dies diene auch einer Gleichbehandlung. Allerdings reiche es nicht aus, auf diese internen Vorgaben hinzuweisen. Es muß jeder Einzelfall begründet werden.
So sei vorliegend zu berücksichtigen, dass lediglich ein mit einem Punkt zu bewertender Verkehrsverstoß vorliege. Zudem habe es sich um einen Erstverstoß des Autofahrers gehandelt. Daher sei eine Dauer von neun Monaten für das Fahrtenbuch zu lang und dem Verstoß nicht angemessen. Die Entscheidung sei daher aufzuheben (OVG Niedersachsen, 12 LB 318/08).
Eingestellt am 07.04.2011 von Rechtsanwalt Felix Schmidt/Fachanwalt für Strafrecht
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